Calcium Carbonate

Calcium Carbonate
- In unserer Apotheke können Sie Calcium Carbonate rezeptfrei kaufen mit Lieferung in 5-14 Tagen in ganz Österreich. Diskrete und anonyme Verpackung.
- Calcium Carbonate wird als Antazidum bei Sodbrennen und Verdauungsstörungen eingesetzt sowie zur Behandlung von Calciummangel bei Osteoporose. Es neutralisiert Magensäure und liefert Calcium für Knochen und Körperfunktionen.
- Typische Dosierung bei Calciummangel: 1000–1500 mg elementares Calcium täglich. Als Antazidum: 500–1500 mg pro Dosis nach Bedarf.
- Als Kautablette, Tablette, Brausetablette, Pulver oder Suspension.
- Als Antazidum: Wirkungseintritt innerhalb weniger Minuten nach Einnahme.
- Als Antazidum: Wirkdauer ca. 1-2 Stunden. Langfristige Mineralstoffwirkung bei täglicher Supplementierung.
- Alkohol kann Magenbeschwerden verstärken – daher begrenzt oder ganz vermeiden.
- Häufigste Nebenwirkungen: Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl oder Mundtrockenheit.
- Möchten Sie Calcium Carbonate als hochwirksames Präparat ohne Rezept versuchen?
Grundlegende Produktinformationen
Informationstyp | Details |
---|---|
INN (Internationaler Freiname) | Calciumcarbonat |
Österreichische Handelsnamen | CALCIUM-SANDOZ®, Calcichew®, CALCIUM Verla® |
ATC-Code | A02AC01 (Antazidum), A12AA04 (Mineralstoff) |
Darreichungsformen & Dosierungen | Kautabletten (500/1000 mg), Brausetabletten, Suspensionen |
Hersteller in Österreich | Sandoz, Verla-Pharm |
Zulassungsstatus | Registriert im AGES-Medikamentenregister, OTC |
Klassifikation | Apothekenpflichtig, rezeptfrei erhältlich |
In österreichischen Apotheken finden Sie Calciumcarbonat unter verschiedenen Markennamen als Kautabletten oder Brauselösungen. Diese Produkte sind zur Behandlung von Sodbrennen und zur Nahrungsergänzung registriert und gehören zur Gruppe der Antazida und Mineralstoffe. Die Zulassung erfolgt durch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die Qualitätssicherung garantiert. Die bekanntesten Präparate stammen von Unternehmen wie Sandoz und Verla-Pharm, die ihre Produktionsstandorte in Österreich haben.
Pharmakologie und Wirkmechanismus
Wie neutralisiert Calciumcarbonat Magensäure?
Calciumcarbonat wirkt durch direkte chemische Reaktion: Bei Kontakt mit Magensäure entstehen Calciumchlorid, Wasser und Kohlendioxid. Die Neutralisationsrechnung lässt sich einfach darstellen: CaCO₃ + 2HCl → CaCl₂ + H₂O + CO₂. Dies erklärt die schnelle Linderung bei Sodbrennen innerhalb weniger Minuten nach der Einnahme. Calciumcarbonat ist als klassisches Antazidum bekannt und gilt als einer der am schnellsten wirkenden Wirkstoffe bei erhöhter Magensäureproduktion.
Kalziumaufnahme im Körper
Neben der säureneutralisierenden Wirkung liefert das Präparat wichtige Calciumionen zur Knochenstärkung. Die Resorption der Ca²⁺-Ionen erfolgt hauptsächlich im Dünndarm, wobei die Bioverfügbarkeit stark variieren kann: Bei nüchternem Magen werden nur etwa 10% aufgenommen, mit einer Mahlzeit steigt dieser Wert auf bis zu 30%. Menschen mit geringer Magensäureproduktion absorbieren deshalb Calciumcarbonat deutlich schlechter als andere Calciumsalze.
Metabolismus und Ausscheidung
Der Stoffwechselweg führt hauptsächlich zur renalen Ausscheidung (etwa 80% werden über die Nieren ausgeschieden), während der Rest den Körper gastrointestinal verlässt. Dies erklärt die besondere Vorsicht bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkungen. Für Menschen mit gesunder Nierenfunktion bestehen normalerweise keine Bedenken, solange die empfohlenen Tagesdosen nicht überschritten werden.
Kritische Wechselwirkungen
- Antibiotika: Tetrazykline und Fluorchinolone bilden mit Calcium unlösliche Komplexe - mindestens 2 Stunden Abstand einhalten
- Schilddrüsenhormone: Levothyroxin wird vermindert resorbiert - Einnahmezeitpunkt streng trennen
- Entwässerungsmittel: Thiazid-Diuretika erhöhen das Hyperkalzämierisiko - Calciumspiegel regelmäßig kontrollieren lassen
Zugelassene Anwendungen
EMA-zugelassene Indikationen
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat Calciumcarbonat für mehrere Anwendungsbereiche genehmigt: Zur symptomatischen Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen, gegen Kalziummangel infolge unzureichender Ernährung oder erhöhtem Bedarf sowie zur Osteoporoseprävention bei Älteren in Kombination mit Vitamin D. Der Einsatz in der Osteoporoseprophylaxe gehört mittlerweile zur Standardtherapie und zeigt insbesondere bei postmenopausalen Frauen gute Erfolge.
Off-Label-Verwendung im klinischen Alltag
In Österreich nutzen Nephrologen Calciumcarbonat häufig zur Phosphatbindung bei chronischer Niereninsuffizienz. Obwohl diese Verwendung nicht explizit in der Produktzulassung steht, gilt sie bei Dialyse-Patienten als bewährte Option. Es wird hier als phosphatbindendes Mittel eingesetzt, um die Entwicklung bestimmter Nierenschäden zu verzögern und metabolische Knochenerkrankungen zu verhindern.
Anwendung bei speziellen Patientengruppen
In der Schwangerschaft wird Calciumcarbonat nach ärztlicher Verordnung zur Unterstützung der ausgeglichenen Kalziumbilanz eingesetzt. Das Tageslimit liegt bei 1.500 mg, da übermäßige Calcium-Supplementierung das Risiko für Milch-Alkali-Syndrom erhöhen kann. Bei Jugendlichen wird eine Dosierung von 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen - für Kinder unter 12 Jahren nur bei medizinisch festgestelltem Calciummangel. Bei älteren Patienten erfolgt häufig eine Anpassung der Dosis bei bestehender Nierenleistungseinschränkung (Glomeruläre Filtrationsrate unter 30 ml/min). Hier ist eine regelmäßige Laborüberwachung sinnvoll.
*Quellen:* - [AGES Arzneispezialitätenregister](https://aspregister.ages.at/) - [Pharmakovigilanzberichte 2024](https://www.basg.gv.at/arzneimittel/pharmakovigilanz) - [D-A-CH Referenzwerte für Calcium](https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/calcium/) - [Österreichische Patienteninformation](https://www.gesundheit.gv.at/medikamente)D) Dosierung und Einnahme
Die richtige Anwendung von Calciumcarbonat ist entscheidend für Wirksamkeit und Verträglichkeit. Die Dosierung richtet sich nach Ihrem Gesundheitsziel:
Indikation | Standarddosis | Besondere Hinweise |
---|---|---|
Sodbrennen | 500-1000 mg pro Dosis | Maximal 3x täglich, maximal 10 Tage ohne ärztliche Rücksprache |
Kalziummangel | 1000 mg 1-2x täglich | Zu den Mahlzeiten mit reichlich Wasser einnehmen |
Osteoporose-Prävention | 1200 mg + Vitamin D | Langzeittherapie mit regelmäßigen Kontrollterminen |
Bei vergessener Einnahme: Nachholen, wenn weniger als zwei Stunden vergangen sind. Danach zur gewohnten Zeit weiternehmen - keinesfalls doppelt dosieren. Calciumcarbonat sollte trocken bei Zimmertemperatur (<25°C) gelagert werden, wobei Brausetabletten besonders vor Feuchtigkeit geschützt werden müssen.
Für maximale Wirkung beachten Sie:
- Getrennte Einnahme von eisenhaltigen Präparaten (mindestens 2 Stunden Abstand)
- Kautabletten gründlich zerkauen vor dem Schlucken
- Aufnahmehemmung durch Milchprodukte oder ballaststoffreiche Mahlzeiten
E) Sicherheitsprofil
Calciumcarbonat gilt als gut verträglich, doch einige Sicherheitsaspekte sind zu beachten. Es existieren klare Kontraindikationen:
Absolut ungeeignet ist das Präparat bei Hyperkalzämie, nach Nierensteinen mit Kalziumanteilen und bei Sarkoidose. Als relative Kontraindikationen gelten Niereninsuffizienz (regelmäßige GFR-Kontrollen notwendig) und Herzpatienten unter Digitalis-Therapie.
Häufige Nebenwirkungen (>10%) umfassen Verstopfung und Blähungen, besonders bei dauerhafter Einnahme. Selten (<1%) können Hyperkalzämie-Symptome wie starke Müdigkeit, vermehrter Durst oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Als schwerwiegende Komplikation ist das Milk-Alkali-Syndrom bekannt - verursacht durch Kalziumüberdosierung plus Alkali-Aufnahme.
Sicherheitstipps für die Praxis:
- Kombination mit Milchprodukten vermeiden
- Kalziumspiegel monitoren bei Dauertherapie
- Mit Vorsicht bei Schilddrüsenunterfunktion oder kortisonhaltigen Therapien
F) Erfahrungsberichte & Patient:innen-Feedback
Nutzerbewertungen zeigen deutliche Einsatzmuster bei Calciumcarbonat. Viele schätzen die schnelle Wirkung bei Sodbrennen: "Innerhalb weniger Minuten spürbare Linderung - mein Erste-Hilfe-Mittel", heißt es in Foren wie Gesundheit.gv.at.
Chroniker berichten positiv über die Verträglichkeit: "Seit drei Jahren zur Osteoporose-Vorbeugung kombiniert mit Vitamin D - ohne nennenswerte Probleme" (Drugs.com-Bewertungen). Anders klingen kritische Stimmen zu Nebenwirkungen: "Bei regelmäßiger Anwendung entwickelte ich starke Blähungen, musste auf Citrat wechseln" (Medizin-Forum.de). Weiters erwähnen Konsumenten geschmackliche Aspekte: "Der kreideige Geschmack der Kautabletten ist gewöhnungsbedürftig" (TPU-Community).
Langzeitanwender betonen die Bedeutung ärztlicher Kontrollen: "Werte müssen regelmäßig gecheckt werden - es ist kein harmloses Bonbon". Diese Rückmeldungen unterstreichen die Notwendigkeit individueller Therapieanpassungen.
G) Alternativpräparate im Vergleich
Calciumcarbonat ist nicht das einzige Kalziumpräparat in österreichischen Apotheken. Entscheidungskriterien umfassen Resorption, Verträglichkeit und Kosten:
Präparat | Vorteile | Nachteile | Preis (AT) |
---|---|---|---|
Calciumcarbonat | Soforthilfe bei Sodbrennen, gute Knochenwirkung | Säureabhängige Aufnahme, Verstopfungspotential | 7-15€/100 Tbl. |
Calciumcitrat | Magenschonend, säureunabhängig resorbierbar | Höherer Preis, häufiger Einnahme nötig | 22-30€/100 Tbl. |
Magaldrat (Riopan) | Gute Magenverträglichkeit, schnell neutralisierend | Kein Knochennutzen, geringere Dauerwirkung | 9-18€/20 Sachets |
Für Osteoporosepatienten mit empfindlichem Magen eignet sich Calciumcitrat besser trotz Mehrkosten. Magaldrat wirkt schnell gegen Sodbrennen-Symptome, kann aber keine Knochendichte verbessern. Preisunterschiede sind deutlich: Calciumcarbonat bleibt die kostengünstigste Alternative für Basisversorgung.
Marktstatus Calcium Carbonate in Österreich
Calciumcarbonat ist in Österreich als Nahrungsergänzungsmittel und Antacidum leicht zugänglich. Es unterliegt zwar grundsätzlich der Apothekenpflicht für bestimmte Darreichungsformen und Dosierungen. Die Mehrheit der Calciumcarbonat-Produkte mit typischen OTC-Dosierungen (500-1000 mg) ist jedoch auch in Drogeriemärkten wie BIPA oder dm erhältlich. Diese Praxis ist durch Rechtsvorschriften gedeckt, welche die Abgabe bestimmter Apothekenware in Drogerien unter strengen Auflagen gestatten.
Die Preisstruktur in Österreich bewegt sich bei etwa 0,09€ pro Einheit mit 500mg Calciumcarbonat. In Apotheken zahlt man oft geringfügig mehr als in Drogeriegroßmärkten. Die abschließende Kaufentscheidung wird von mehreren Faktoren beeinflusst:
- Stärke: Höher dosierte Tabletten (1000 mg) oder Kombi-Präparate mit Vitamin D liegen preislich deutlich über der Basisdosierung.
- Packungsgröße: Großpackungen reduzieren den Einheitspreis häufig um 15-30%.
- Marke: Handelsmarken sind kostengünstiger als oftmals gleichwertige Markenprodukte.
Nennenswert ist der saisonale Anstieg des Bedarfs im Winter. Der Absatz von Calciumcarbonat in Kombinationsprodukten mit Vitamin D steigt in den Wintermonaten um etwa 30%. Dieser Effekt ist auf die geringere körpereigene Vitamin-D-Bildung während der dunklen Jahreszeit zurückzuführen.
Aktuelle Forschung zu Calcium Carbonate
Die Forschung rund um Calciumcarbonat bleibt auch auf dem österreichischen Markt relevant, wenngleich der pharmazeutische Wirkstoff als etabliert gilt. Aktuelle Forschungsprojekte und klinische Studien befassen sich weniger mit dem reinen Calciumcarbonat selbst als vielmehr mit spezifischen Anwendungsgebieten und innovativen Kombinationen.
Ein interessanter Schwerpunkt liegt auf der präventiven Anwendung während der Schwangerschaft. Eine bedeutende Studie der Charité in Berlin untersuchte kürzlich, inwieweit die Gabe von Calciumcarbonat das Risiko für Präeklampsie bei Risikoschwangeren senken kann. Die Ergebnisse weisen auf einen potenziellen protektiven Effekt hin, der insbesondere für Patientinnen mit einem niedrigen Ausgangs-Calciumspiegel gilt. Weitere Studien sind nötig, um konkrete Dosierungsempfehlungen zu erarbeiten.
Forschung und Entwicklung beschäftigen sich verstärkt mit der Kombination von Calciumcarbonat und Probiotika-Stämmen. Ziel dieser Kombinationstherapien ist es, die Wirksamkeit bei der Behandlung von Refluxbeschwerden (Sodbrennen) zu erhöhen und mögliche Nebenwirkungen wie Blähungen oder Verstopfung durch gezielte Beeinflussung der Darmflora zu reduzieren. Erste klinische Beobachtungen sind vielversprechend.
Patentrechtlich sind einfache Calciumcarbonat-Präparate generisch und weitgehend patentfrei. Aktuell werden jedoch Nutzungsrechte und Herstellungsverfahren für neuartige Kombinationsprodukte geschützt. Etwa zwei neue Patentschriften beschreiben spezielle Formulierungen von Calciumcarbonat mit Vitamin K2. Vitamin K2 unterstützt nachweislich die Einlagerung von Calcium in den Knochen und kann so die knochenaufbauende Wirkung von Calciumcarbonat potenziell optimieren.
Leitlinien zur richtigen Anwendung von Calcium Carbonate
Damit Calciumcarbonat optimal wirkt und das Risiko für Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen minimiert wird, sind folgende praktische Hinweise für die Patient:innenberatung essenziell:
Einnahmemethode und Timing: Nehmen Sie Calciumcarbonat immer zu oder direkt nach einer Mahlzeit mit einem Glas Leitungswasser ein. Die Anwesenheit von Nahrung im Magen unterstützt die Verträglichkeit. Wenn Sie Kautabletten verwenden, kauen Sie diese vor dem Schlucken gründlich. Das Zerkleinern ist entscheidend für die schnelle Freisetzung und Wirkung. Schlucken Sie Kautabletten niemals als Ganzes.
Vermeidung von Wechselwirkungen: Beachten Sie strikte Einnahmeabstände zu anderen Arzneimitteln. Calciumcarbonat kann die Aufnahme vieler Wirkstoffe binden oder beeinträchtigen. Insbesondere zu diesen Medikamenten ist ein Mindestabstand von zwei Stunden einzuhalten: * Häufig verordnete Antibiotika wie Tetracycline (z.B. Doxycyclin) und Fluorchinolone (z.B. Ciprofloxacin) * Schilddrüsenhormone (wie L-Thyroxin) * Eisenpräparate und Bisphosphonate Meiden Sie auch den gleichzeitigen Verzehr größerer Mengen Milch oder Milchprodukte innerhalb einer Stunde vor oder nach der Calciumcarbonat-Einnahme. Bei Einsatz gegen Sodbrennen sollte zusätzlich auf Alkohol verzichtet werden, da dieser den Säurereflux verstärkt.
Allgemeine Hinweise zur sicheren Anwendung: Optimieren Sie die Therapietreue beispielsweise durch regelmäßige Einnahme zur selben Tageszeit und Nutzung einer Tablettenbox. Lagern Sie das Medikament auf keinen Fall im feuchten Badezimmer oder in direkter Sonneneinstrahlung. Ein kühler, trockener Platz wie ein Küchenschrank ist ideal. Fällt eine Dosis einmal aus, nehmen Sie die Tablette bei baldigen Nachholen ein bzw. lassen Sie sie weg, wenn die nächste reguläre Einnahme bereits bevorsteht. Verdoppeln Sie niemals die Dosis. Bei versehentlicher Überdosierung oder Symptomen einer Hypercalcämie (starke Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Muskelschwäche) kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder eine Apotheke.