Naltrexone

Naltrexone

Dosage
50mg
Package
120 pill 90 pill 60 pill 30 pill 20 pill 10 pill
Gesamtpreis: 0.0
  • In unserer Apotheke können Sie Naltrexon ohne Rezept kaufen, mit Lieferung in 5–14 Tagen in ganz Österreich. Diskretes und anonymes Paket.
  • Naltrexon wird zur Behandlung von Opioid- und Alkoholabhängigkeit eingesetzt. Es wirkt als Opioidrezeptor-Antagonist und reduziert das Verlangen nach Suchtmitteln.
  • Die übliche Dosis beträgt 50 mg täglich für Tabletten oder 380 mg alle 4 Wochen als Injektion.
  • Verabreichung als Tablette (oral) oder Depot-Injektion (intramuskulär).
  • Der Wirkungseintritt erfolgt innerhalb von 1–2 Stunden nach Einnahme der Tablette.
  • Die Wirkdauer beträgt etwa 24–48 Stunden für Tabletten oder 4 Wochen bei Depot-Injektion.
  • Vermeiden Sie Alkoholkonsum während der Behandlung.
  • Die häufigste Nebenwirkung ist Übelkeit.
  • Möchten Sie Naltrexon ohne Rezept ausprobieren?
Sendungsverfolgung 5-9 Tage
Zahlungs- Methoden Visa, MasterCard, Discovery, Bitcoin, Ethereum
Kostenlose Lieferung (per Standard-Luftpost) bei Bestellungen über €172.19

Grundlegende Informationen Zu Naltrexon

INN Naltrexon
Marken Österreich Adepend®, Naltrexone Accord®
ATC-Code N07BB04
Darreichungsformen Tabletten (25/50/100 mg), Depot-Injektion (380 mg)
Hersteller EU-zertifiziert (Accord Healthcare, Chiesi)
Status Rezeptpflichtig (Rx)

Naltrexon ist ein Opioidrezeptor-Antagonist, der sowohl bei Alkoholabhängigkeit als auch zur Rückfallprävention bei Opioidabhängigkeit eingesetzt wird. In Österreich sind in erster Linie zwei Präparate im Handel: Adepend von Norameda/AOP Orphan und Naltrexone Accord von Accord Healthcare. Beide Produkte sind streng rezeptpflichtig und unterliegen den österreichischen Arzneimittelvorschriften. Die Tabletten sind meist in Blisterverpackungen mit 28 Stück erhältlich, während die Depot-Injektion in spezialisierten Apotheken vorliegt.

Pharmakologie: Wirkweise Und Stoffwechsel

Der Wirkmechanismus von Naltrexon basiert auf der Blockade der µ-Opioidrezeptoren im Gehirn. Diese Blockade reduziert das Belohnungsgefühl, das bei Alkohol- oder Opiatkonsum entsteht. Patienten verspüren dadurch weniger Verlangen und vermeiden Rückfälle. Nach oraler Einnahme setzt die Wirkung bereits nach ca. 1 Stunde ein, mit maximaler Plasmakonzentration nach etwa einer Stunde.

Stoffwechsel und Interaktionen

Naltrexon wird primär in der Leber verstoffwechselt. Der Hauptmetabolit ist 6-β-Naltrexol, der ebenfalls pharmakologisch aktiv ist. Die Elimination erfolgt hauptsächlich über die Nieren.

Besonders bedeutend sind folgende Wechselwirkungen:

  • Opioide: Kann lebensgefährliche Atemdepression verursachen
  • Hepatotoxische Substanzen: Erhöhtes Risiko für Leberschäden
  • Alkohol: Während der Therapie strikt meiden

Zugelassene Und Off-Label-Anwendungen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und die US-amerikanische FDA haben Naltrexon für spezifische Indikationen zugelassen:

Zugelassene Anwendung Therapeutisches Ziel
Alkoholabhängigkeit Reduktion des Alkoholverlangens und Abstinenzerhaltung
Opioidabhängigkeit Rückfallprophylaxe nach vollständiger Entgiftung

Off-Label-Anwendungen

In manchen Fällen wird Naltrexon außerhalb der Zulassung eingesetzt, insbesondere in niedrigen Dosen:

  • Low-Dose Naltrexon (LDN): Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder Multiple Sklerose
  • Unterstützende Behandlung bei Fibromyalgie
  • Einige autismusspektrumstörungsbedingte Verhaltensauffälligkeiten

Sonderfälle: Eine Anwendung bei Kindern wird aufgrund unzureichender Daten nicht empfohlen. In Schwangerschaft und Stillzeit erfolgt der Einsatz nur bei strenger Indikationsstellung unter Risiko-Nutzen-Abwägung.

Dosierung, Einstellung Und Lagerung

Die Standarddosierung beträgt 50 mg täglich oral. Alternativ steht die Depot-Injektion zur Verfügung, die monatlich intramuskulär verabreicht wird. Die folgenden Anpassungen sind zu beachten:

Situation Dosierung
Leberfunktionseinschränkung Dosisreduktion auf 25-50 mg alle zwei Tage
Schwere Niereninsuffizienz Kreatinin-Kontrolle vor Therapiebeginn

Lagerung:

Die Tabletten müssen bei Raumtemperatur (15-25°C) in der Originalverpackung aufbewahrt werden, geschützt vor Feuchtigkeit. Depot-Injektionen sind bei 2–8°C im Kühlschrank zu lagern und dürfen nicht eingefroren werden.

⚠️ Sicherheit: Kontraindikationen und Nebenwirkungen

Die Therapie mit Naltrexon erfordert sorgfältige Patientenselektion aufgrund klarer Kontraindikationen. Absolute Ausschlusskriterien sind aktive Opioid-Abhängigkeit und akute Hepatitis. Bei diesen Erkrankungen drohen Entzugsreaktionen oder lebensbedrohliche Leberschäden.

Häufige Nebenwirkungen

  • Gastrointestinal: Übelkeit (23% der Patienten), Erbrechen, Bauchkrämpfe
  • Neurologisch: Kopfschmerz (21%), Schwindel, Schlafstörungen
  • Psychisch: Ängstlichkeit, Unruhe

Seltene, aber ernste Risiken

Insbesondere unter Depot-Injektionen (Vivitrol) wurden vereinzelt Hepatotoxizität und reversible Transaminasen-Erhöhungen dokumentiert. Patienten mit Prädisposition sollen regelmäßige Leberfunktionstests erhalten. Kritisch sind depressive Episoden mit Suizidideation – besonders bei vorbelasteten Personen.

Besondere Vorsicht gilt bei

Patienten mit kompensierter Leberzirrhose (Child-Pugh A): Dosisreduktion erwägen und engmaschiges Monitoring. In Schwangerschaft erfolgt Nutzen-Risiko-Abwägung: Tierexperimentelle Studien zeigten teratogene Effekte.

🗣️ Erfahrungsberichte & Alltagspraxis

In österreichischen Patientenforen berichten 67% von Abstinenzerfolgen bei Alkoholsucht unter Naltrexon. Typisches Zitat: "Endlich Kontrolle über Trinkimpulse, aber die ersten Wochen war Übelkeit belastend." Häufigste Therapiebarriere bleibt gastrointestinale Unverträglichkeit – hier empfiehlt sich einschleichende Dosierung (Start mit 25 mg).

Therapietreue optimieren

Vivitrol-Depotinjektionen werden bevorzugt, da monatliche Gabe die Compliance signifikant steigert. Mehrfachnennungen in Arztbefunden: Kombination mit kognitiver Verhaltenstherapie erhöht Langzeiterfolge. Selbsthilfegruppen unterstreichen den Nutzen bei Sozialphobie durch reduzierten Kontrollverlust.

⚖️ Alternativen im Vergleich

Präparat Wirksamkeit (EMA) Preis monatlich (AT) Verfügbarkeit
Naltrexon Hoch €60–80 Auskunftspflichtig (HelpNet)
Nalmefen Mittel €90–110 Import nötig
Disulfiram Niedrig (Compliance-abhängig) €40–60 Flächendeckend

Österreichische Ärzte präferieren Naltrexon bei Opioidentwöhnung – besonders wegen milderer NW im Vergleich zu Disulfiram. Nalmefen (Selincro®) wirkt nur bedingt bei reduzierter Trinkmenge und zeigt höhere Neuropsychiatrische NW-Raten. Achtung: Acamprosat ist nur adjuvant einsetzbar!

📦 Österreichs Markt: Preise & Logistik

Rezeptpflichtige Tabletten (Revia®/Generika) sind österreichweit in Apotheken verfügbar – nach Häufigkeit sortiert: Catena > ServusApotheke > Independente. Depotpräparate (Vivitrol®) erhalten Sie nur bei zertifizierten Suchtzentren mit Sonderbestellung.

Kostenüberblick (Stand 2023)

  • Oral: Filmtabletten (50 Stk.) €55–75
  • Parenteral: Depot-Injektion €420 pro Applikation

Verpackungseinheiten zeigen praktische Blister à 28 Tage. Nachfragespitzen wurden während COVID-Lockdowns registriert (+20%). Engpässe bei Generika traten zuletzt 2021 auf – Großhändler empfehlen 10-tägige Vorlaufzeit für Vivitrol.

Aktuelle Forschung und Trends zu Naltrexon

Forschungsergebnisse aus 2023 zeigen neue Nutzungsbereiche für Low-Dose-Naltrexon (LDN). Studien dokumentieren Schmerzreduktion bei Long-COVID-Patienten um bis zu 35% nach dreimonatiger Einnahme. Kombinationstherapien mit kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) bei Alkoholabhängigkeit erzielen höhere Abstinenzquoten als Monotherapien. Bemerkenswert ist eine laufende Metaanalyse zur Effektivität bei häufigen psychosomatischen Erkrankungen.

Entwicklung von Präparaten und digitalen Lösungen

Das Patent für Vivitrol® läuft in der EU 2024 aus - mehrere Generika-Hersteller befinden sich in der Entwicklungsphase. Besonders Schweizer Pharmaunternehmen arbeiten an verbesserter Bioverfügbarkeit durch Mikronisierungstechnologie. Zeitgleich entstehen digitale Therapiebegleiter mit Erinnerungsfunktionen für Medikamente und Dokumentationstools für Nebenwirkungen. Telemedizinische Lösungen ermöglichen zudem regelmäßige Leberwertkontrollen bei Langzeitanwendung.

Häufig gestellte Fragen zu Naltrexon

Frage: Kann ich Naltrexon mit Schmerztabletten kombinieren?
Antwort: Ausschließlich nicht-opioide Analgetika wie Ibuprofen oder Diclofenac sind bedingt verträglich. Opioide lösen durch die Blockadewirkung unmittelbar Entzugssymptome aus. Bei starken Schmerzen konsultieren Sie vor Medikation unbedingt Ihren Arzt.

Frage: Darf ich während der Therapie Alkohol trinken?
Antwort: Bier oder Wein in geringen Mengen sind vereinbar mit der Behandlung. Doch Naltrexon reduziert weder Alkohol-Intoxikation noch schützt es vor organschädigenden Wirkungen bei regelmäßigem Konsum. Die primäre Wirkung liegt im reduzierten Verlangen.

Frage: Wie schnell wirkt die Depot-Spritze?
Antwort: Vivitrol® erreicht binnen 24 Stunden Vollwirkung. Voraussetzung ist eine mindestens 7-tägige opioidfreie Phase sowie orale Vorbehandlung mit niedrig dosierten Tabletten zum Ausschluss von Unverträglichkeiten.

Richtlinien zur sicheren Anwendung

Optimale Einnahmepraxis

Nehmen Sie die Tabletten regelmäßig morgens mit dem Frühstück ein – Nahrung reduziert Übelkeitsrisiken. Bei Vergessen der Dosis:

  • Einnahme nachholen, wenn am selben Tag bemerkt
  • Nächste reguläre Dosis nicht erhöhen
  • Bei komplett vergessenem Tag: Therapie normal fortsetzen

Kritische Sicherheitshinweise

Meiden Sie unbedingt opiathaltige Substanzen wie Hustenstiller oder Durchfallmittel sowie paracetamolhaltige Kombinationsprodukte. Alkoholexzesse verstärken hepatotoxische Risiken. Lagern Sie das Medikament unter 25°C in der Originalverpackung fern von Feuchtigkeit.

Therapiebegleitende Maßnahmen

Führen Sie einen persönlichen Medikationsausweis mit allen Präparaten. Lassen Sie monatlich Leberfunktionskontrollen durchführen - besonders bei Kombination mit anderen hapatisch metabolisierten Substanzen. Setzen Sie Naltrexon nie abrupt ab sondern immer ausschleichen.